Derzeitige Situation:
Verkehrsplanungen orientieren sich an zentrische Ausrichtung
zum Trichter Dachau/Karlsfeld. Derzeit werden Umgehungsstraßen im Landkreis in
dieser Orientierung geplant, obwohl der Trichter Dachau /Karlsfeld bereits
überlastet ist.
Ausbau der S-Bahnlinie A abgeschlossen – erhebliche Verbesserungen
eingetreten
Nahverkehrsplan (NVP) Landkreis Dachau aus dem Jahr 2005 ist
veraltet und nicht fortgeschrieben. Grundlegende Entscheidungen, wie dem Ausbau
der S-Bahnlinie A und der Wegfall der Planungen zu Stadt-Umlandbahn sind nicht
berücksichtigt.
Derzeitige Planung:
Widerspricht den Leitlinien der Stadt Dachau (Leitbild Mobilität und Verkehr vom 12.06.2012, http://www.dachau.de/aktuelles/infomaterial-downloads/downloads-mobilitaet-verkehr.html?L=2%23mainnavi%23mainnavi ) und dem Landkreis Dachau (Zwischen Dorf und Metropole, http://www.siedlungsentwicklung-dachau.de/Ergebnisse/Leitlinien,Zukunftsbild,Praeambel.aspx )
Derzeitige Planung des NordOst-Umwegs führt in die Sackgasse
Anschlussstelle B471 / A92. Ein Ausbau dieser Autobahnanschlussstelle ist noch
nicht absehbar. Die derzeitige Planung für den Autobahnausbau der A92 sieht
keinen Ausbau dieser Anschlussstelle vor (http://www.abdsb.bayern.de/imperia/md/content/stbv/abdsb/projekte/planung/a92_6_streifiger_ausbau_ad_m_feldmoching___ak_neufahrn.pdf;).
Die Realisierung des Ausbaus der A92 zwischen Feldmoching und Neufahrn ist
gerade erst im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden und damit mehr als
fraglich, ob und wann diese Maßnahme wirklich erfolgt (siehe auch: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/bvwp-uebersicht-vorhaben-strasse.pdf?__blob=publicationFile
.)
Die Grundkonzeption des NordOst-Umwegs stellt sich
problematisch dar. Warum sollten Pendler aus dem Nord-Westen des Landkreises
einen Umweg in eine bestehende Stau-Sackgasse beschreiten, wenn über
Haupverkehrs- und Schleichwege der Münchner Norden und die A8 schneller
erreicht werden? Selbst wenn ein Ausbau der Anschlussstelle B471 / A99
realisiert wird fehlt die Leistungskraft der Zielanschlussstellen A99 /
Ludwigsfeld und A99 / Neuherberg, wo es heute bereits zu täglichen Staus kommt.
Lösungsmöglichkeiten:
1. Tangentialverbindungen
im Landkreis zu den Autobahnen. Keine Ortschaft im Landkreis ist weiter als 15
km von einer Autobahn entfernt (Quelle NVP Landkreis Dachau). Daher ist es
sinnvoller den motorisierten Individualverkehr auf die nahen Bundesautobahnen zu
leiten. Dazu können größtenteils bereits vorhandene Strecken ausgebaut werden
(z.B. von Kreisel Lotzbach über Amperpettenbach, 4 km Neubau Umgehung um
Haimhausen zur B13 und zur Autobahnanschlussstelle Unterschleißheim, z.B.
Westtangente: Start St 2047 / Einmündung St 2050 über Unterbachern, Günding zur
B471).
Der Ausbau der B13 ist ebenfalls
im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Eine Verkehrsplanung im Landkreis sollte
diese Gegebenheit berücksichtigen.
Verbesserte Nutzung der
Südumfahrung Dachau (B471) mit Auffahrtsmöglichkeiten in alle Richtungen
2. Fortschreibung
des NVP des Landkreis Dachau mit Fokus auf die Entlastung des Südlichen
Landkreises.
-
Zubringerverkehr zu den S-Bahnen stärken.
-
Park&Ride bzw. Bike&Ride Plätze an den
regionalen Buslinien zu den
S-Bahn Stationen.
S-Bahn Stationen.
-
Busverkehre bis mind. 21.00 Uhr (lt. Regionaler
Nahverkehrsplan 2012 steigen mindestens 10 % der Pendler bei einer Verbesserung
des Services auf öffentliche Verkehrsmittel um. Quelle: http://www.mvv-muenchen.de/fileadmin/media/Dateien/7_Der_MVV/dokumente/regionalernahverkehrsplan_final_2012.pdf
)
-
Schaffung von Expressbusverbindungen mit hoher
Taktdichte im Landkreis. Z.B Indersdorf – Röhrmoos – Schönbrunn – Ampermoching
– Hebertshausen – Gewerbegebiet Dachau Ost – Dachau Bahnhof (Schönbrunn als
größter Arbeitgeber im Landkreis hat nur 6 Busverbindungen pro Tag)
-
Ausweitung XXL Tarifzone des MVV bis Röhrmoos
und Schwabhausen
-
Rufbussystem am Beispiel Landkreis Erding (lt.
Mobinet-Abschlußbericht 20 % mehr Fahrgäste. „Mit flexibel einsetzbaren
Rufbussen kommen Menschen im Landkreis Erding auch zu verkehrsarmen Tageszeiten
ans Ziel.“ : http://www.mobinet.de/download/Abschluss.pdf
)
3. Stadt-Umlandbahn
ist tot - Zeit an neue Lösungen zu denken.
-
Anbindung Dachau/Karlsfeld an U-Bahn Feldmoching
via Seilbahnsystem (dazu ein interessanter Bericht: http://www.zukunft-mobilitaet.net/5332/umwelt/luftseilbahnen-als-innerstaedtische-massenverkehrsmittel/
); die Kosten für ein Seilbahnsystem sind um ein vielfaches niedriger als für
eine Verlängerung der U-Bahn.
-
Expressbuslinien zu den U-Bahnhöfen Feldmoching
und Moosach
-
Expressbuslinie über Rangierbahnhof zum
Frankfurter Ring
-
Weiterführung der Linie A statt in die
Innenstadt über Rangierbahnhof – Gleisstrecke am Frankfurter Ring zum
Ostbahnhof (BMW fordert bereits seit längerem eine S-Bahn Station für seinen
Standort am Frankfurter Ring)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen