Was wird zerstört?

Bannwald

























Durch diesen Bannwald zwischen Hebertshauser Straße und Kläranlage soll zukünftig die Ostumfahrung führen. Dieser Bannwald gehört zum Landschaftsschutzgebiet "Amperauen mit Hebertshauser und Innhauser Moos". Mehr als 150 Jahre alte Eichen machen dieses Waldstück zu einem herausragenden Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten und Naherholungsgebiet in unmittelbarer Nähe zur Stadt Dachau.Keine Ausgleichsmaßnahme kann 150 Jahre alte Eichen ersetzen.




Wasserschutzgebiet







Unmittelbar angrenzend zur Ostumfahrung bzw. auf der Trasse der geplanten Südumfahrung von Hebertshausen liegt das geplante Wasserschutzgebiet zur zukünftigen Versorgung der Stadt Dachau mit wertvollem Trinkwasser. Die Ostumfahrung führt zwangsläufig zu einer Beinträchtigung durch einen erhöhten Nitrateintrag und womöglich zur Gefährdung durch Unfälle insbesondere von Gefahrstofftransporten. Zur Minimierung von Gefahren müssen hier erhebliche Aufwände im Straßenbau vorgenommen werden.




Landwirtschaft



















Durch die Ostumfahrung werden ca. 10 h wertvoller Acker-, Wiesen- und Waldflächen zerstört. Landwirtschaftliche Flächen werden zerschnitten sowie die Zufahrten unterbrochen und damit nicht mehr wirtschaftlich nutzbar. Landwirtschaftliche Betriebe werden von der Zufahrt abgeschnitten. Teilweise wird die wirtschaftliche Existenzgrundlage (insbesondere Reiterhöfe) zerstört. Der Bayrische Bauernverband hat bereits erhebliche Bedenken angemeldet.




FFH Gebiet










Das FFH Gebiet "Gräben und Niedermoor im Dachauer Moos" hat mit den Vorkommen der Helm-Azurjungfer und des Schwarzblauen Wiesenkopf-Ameisenbläulings  eine weit überregionale Bedeutung. Durch den Bau einer Ostumfahrung kommt es zum Verlust regional bis landesweit bedeutsamer Lebensräume laut ABSP Dachau, einer Erheblichen Beeinträchtigung des FFH-Gebietes „Gräben und Niedermoorreste im Dachauer Moos“, insbesondere des europaweit bedeutsamen Vorkommens der Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale), einer weltweit gefährdeten Art22 und des Schwarzblauen Wiesenknopf-Ameisenbläulings (Glaucopsyche nausithous). Des weiteren kommt es zu einer massiven Beeinträchtigung eines mit Staatsmitteln angelegten Feuchtbiotops (Amphibien) sowie mehrerer neu angelegter Hecken- und Gehölzstrukturen.


Naherholungsgebiet









Die letzten Reste des Dachauer Moos sind ein wichtiger stadtnaher und großflächig zusammenhängender Naherholungsraum. Durch den geplanten Bau der neuen Ostumfahrung wird dieser in erheblichen Maß von der Stadt abgetrennt und zerschnitten.







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