Der fundamentale Denkfehler in der Vorderung nach Umgehungs- oder "Entlastungsstraßen" ist die romantische Vorstellung eines immerzu flüssigen Verkehrs.
Als Faustregel hat sich in der Wissenschaft etabliert: Jedes Prozent an neuer Kapazität => gleicher prozentualer Anstieg in 10 Jahren.
Eine 1997 von der Agentur Kessel + Partner im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) erstellten Studie sagt: Bezogen auf den zugrundeliegenden räumlichen Umgriff, liegt der Anteil des induzierten Neuverkehrs bei 5 bis 8 %
Warum ist das so?
Das Fahrverhalten der Menschen ändert sich entspreched des Angebots.
- Flüssigerer Verkehr => mehr Fahrten pro Kopf
- Flüssigerer Verkehr => weniger ÖPNV und Radbenutzung

Primär induzierter Verkehr.
Neuverkehr bei bestehender Siedlungsstruktur. Z.B. durch neue Einzelhandelsgebiete auf der grünen Wiese.
Sekundär induzierter Verkehr.
Durch neue Infrastruktur hervorgerufener Verkehr.
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