Sonntag, 17. Mai 2015

Umgehungsstraßen sind das Problem, nicht die Lösung

Induzierter Verkehr durch Straßen

Der fundamentale Denkfehler in der Vorderung nach Umgehungs- oder "Entlastungsstraßen" ist die romantische Vorstellung eines immerzu flüssigen Verkehrs.

Als Faustregel hat sich in der Wissenschaft etabliert: Jedes Prozent an neuer Kapazität => gleicher prozentualer Anstieg in 10 Jahren.

Eine 1997 von der Agentur Kessel + Partner im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) erstellten Studie sagt: Bezogen auf den zugrundeliegenden räumlichen Umgriff, liegt der Anteil des induzierten Neuverkehrs bei 5 bis 8 %

Warum ist das so?
Das Fahrverhalten der Menschen ändert sich entspreched des Angebots.
  • Flüssigerer Verkehr => mehr Fahrten pro Kopf
  • Flüssigerer Verkehr => weniger ÖPNV und Radbenutzung



























Primär induzierter Verkehr.
Neuverkehr bei bestehender Siedlungsstruktur. Z.B. durch neue Einzelhandelsgebiete auf der grünen Wiese.


Sekundär induzierter Verkehr.
Durch neue Infrastruktur hervorgerufener Verkehr.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen